Lebenshilfe, Trauerhilfe und Trauerbewältigung
In Zeiten der Pandemie gerät auch das deutsche Bestatterwesen an seine Grenzen. Mit bis zu 1.000 Todesopfern, die die Covid-19-Erkrankung mittlerweile an manchen Tagen fordert, steht ein ganzer Berufzweig am Rande der Überforderung.
Auch in Österreich hat das oberste Verfassungsgericht jetzt entschieden, dass das gesetzliche Verbot der Hilfeleistung zum Suizid – umgangsprachlich Sterbehilfe – gegen das Grundrecht auf Selbstbestimmung verstoße. In dem Urteil wird der Regierung bis Ende 2021 Zeit gegeben, die entsprechende Rechtsverordnung neu zu regeln, sodass ein „Recht auf ein menschenwürdiges Sterben“ möglich sein, wie die Richter erklärten.
Wenn es um die musikalische Begleitung zum Abschied eines geliebten Menschen geht, hat sich in den letzten Jahren einiges verändert. Denn gab in früheren Jahren hierfür fast ausschließlich das kirchliche Gesangbuch den Ton an, so sind es heutzutage mehr und mehr auch weltliche Klänge, zu denen Menschen zu Grabe getragen werden.
Christina Kaufmann ist Rechtsanwältin und hat normalerweise in ihrem Berufsleben mit Verträgen und Wirtschaftsstreitigkeiten vor Gericht zu tun.Ende vorletzten Jahres aber wurde sie aber von ihrem sterbenskranken Vater auf eine wirkliche Probe gestellt – als Tochter und als Juristin. Schwer an Krebs erkrankt, ohne Aussicht auf Heilung und seit Monaten im Hospiz, bat er sie damals, ihm beim Sterben zu helfen.
Das viel beachtete Stück zum Thema Sterbehilfe des bekannten Autors Ferdinand von Schirach ist ins Fernsehen gekommen. Unter dem Titel „Gott“ zeigte das Erste gestern um 20.15 Uhr (aktuell in der Mediathek) ein Fernsehspiel, bei dem eine Gerichtsverhandlung zum Thema Sterbehilfe inszeniert wird.
Vanitas ist lateinisch und bedeutet unter anderem „Leerer Schein“. Der Begriff steht sinnbildlich für eine Form der Kunst, die sich mit der Vergänglichkeit des Menschen beschäftigt. Gängige Symbole dabei sind Totenschädel, die Sanduhr oder auch verwelkende Blüten.